Im Kopf von Bruno Schulz

Biller, Maxim

Sprecher: Unglaub, Reiner
Spielzeit: 70 Minuten

Das große Thema Maxim Billers ist die konfliktreiche Geschichte von Juden und Deutschen. Ausgangspunkt seiner neuen Erzählung ist ein Brief des jüdischen Schriftstellers Bruno Schulz ("Die Zimtläden") an Thomas Mann aus dem Jahr 1938, in dem er ihn um Hilfe bei der Emigration aus Polen bittet. In Billers "Novelle" ist dieser Brief aber nicht nur ein Hilfsgesuch, sondern vor allem eine visionäre Beschwörung kommenden Unheils. Im Mittelpunkt der Angstfantasien des Schriftstellers steht ein diabolischer Doppelgänger Thomas Manns, der die Menschen in der kleinen Stadt Drohobycz in Schrecken versetzt und sich schließlich als Gestapo-Spitzel zu erkennen gibt, der ganz offen die Vernichtung der jüdischen Bürger vorbereitet. (ekz)

Kategorie: Belletristik/Kleine literarische Formen/Erzählungen, Novellen
Verlag: Kiepenheuer und Witsch
Ausleihbar: Ja
Aufsprachedatum: 28.11.2013
Buchnummer: 751121

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