Fünf Familiengeschichten sind mit dem Holzhaus in Groß Glienicke bei Berlin verbunden. Gebaut 1927, diente es den Alexanders sommers als Refugium - bis es ihnen, da sie jüdisch waren, enteignet wurde. Die Familie floh nach London, das Haus erwarb Will Meisel, ein erfolgreicher Komponist und Verleger, seit 1933 Mitglied der NSDAP. 1944 wohnte der Geschäftsführer des Meisel-Verlags, Hanns Hartmann, bis zum Ende des Krieges mit seiner jüdischen Ehefrau dort. Zu DDR-Zeiten lebte die Familie Fuhrmann, 1958-1999 die Kühnes dort. Die Mauer zu Westberlin verlief am Fuß des Gartens. Mit Geschichte dieses Hauses in einem Ort, der seit 1945 geteilt war, und seinen Bewohnern, die auf sehr unterschiedliche Weise von den politischen Umbrüchen betroffen waren, erzählt Harding sehr anschaulich und lebendig ein Stück deutscher Geschichte, vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.
Kategorie:
Geschichte, Zeitgeschichte einschließlich Kulturgeschichte und Volkskunde/Deutsche Geschichte/Geschichte einzelner deutscher Orte von den Anfängen bis zur Gegenwart
Verlag:
Deutscher Taschenbuch-Verlag
Ausleihbar:
Ja
Aufsprachedatum:
09.02.2017
Buchnummer:
803061